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Verschiedene Typen von RAID-Arrays im Überblick

Autor Werner Schuster

Die Abkürzung "RAID" steht für "Redundant Arrays of Independent Disks" und bezeichnet Techniken, die mehrere Festplatten zur Speicherung von Daten verwenden, um die Datensicherheit und/oder den Datendurchsatz zu erhöhen.
RAID-Systeme kommen besonders in sicherheitskritischen oder durchsatzstarken Datenanwendungen zum Einsatz. Da es verschiedene Möglichkeiten gibt, die Daten redundant zu speichern, werden verschiedene "Raid-Levels" unterschieden.

Die Frage nach dem richtigen Raid-Array für Ihre Anwendung kann nicht generell beantwortet werden sondern hängt von vielen Faktoren ab....


RAID 0: "Striped Disk Array ohne Fehlertoleranz"

Mehrere Festplatten werden zu einer virtuellen Platte zusammengeknüpft und ergeben so, eine große, virtuelle Platte. Daten werden blockweise aufgeteilt.

Vorteile:

Nachteile:


RAID 1: "Mirroring"

Der Inhalt einer Festplatte wird auf eine zweite Platte "gespiegelt".

Vorteile:

Nachteile:


Raid 10: "Striped Mirror"

Benötige mindestens 4 Festplatten. 2 Raid 1-Arrays, die gestriped beschrieben werden. Nicht zu verwechseln mit dem "Mirrored Stripingset" (Raid 0+1)!

Vorteile:

Nachteile:


Raid 0+1: "Mirrored Stripingset"

Benötigt mindestens 4 Festplatten. 2 Raid 0-Arrays, die gespiegelt werden.

Vorteile:

Nachteile:


RAID 2: "Hamming Code ECC"

Die bitweise (nicht blockweise) "zerstückelten" Daten werden auf Daten-Festplatten verteilt - die zugehörigen Prüfsummen auf extra ECC-Festplatten geschrieben.

Vorteile:

Nachteile:


RAID 3: "Paralleltransfer mit Fehlertoleranz"

Jeder Datenblock wird auf mehrere Datenplatten gestrippt und eine Prüfsummenplatte verwendet.

Vorteile:

Nachteile:


RAID 4: "Unabhängige Datenplatten mit gemeinsamer, zentraler Prüfsumme"

Fast wie Raid 3 - allerdings wird jetzt pro Datenplatte ein Block geschrieben und eine Prüfsummenplatte verwendet. Also eigentlich ein Raid 0 mit Parity...

Vorteile:

Nachteile:


RAID 5: "Unabhängige Datenplatten mit gemeinsamen, verteilten Prüfsummen"

Daten werden blockweise auf mehrere Festplatten (mind. 3 Stk.) verteilt, eine Prüfsumme generiert und ebenfalls auf die nächste freie Festplatte geschrieben. Jede Platte hält somit Daten, als auch Prüfsummen.

Vorteile:

Nachteile:


Raid 6: "Unabhängige Datenplatten mit 2-dimensionalem Parityarray"

Eigentlich ein Raid 5 mit zusätzlichem Paritätsblock, der periodisch über alle Platten verteilt wird und eine Kreuzsumme zu den Raid 5-Blöcken (inkl. dessen Paritätsinformation) implementiert.

Vorteile:

Nachteile:


Die Hersteller von Raid-Controllern lassen Sich immer neuere Varianten von Raid-Systemen einfallen. Diese Exoten kann man aber kaum als Standard bezeichnen. Trotzdem werden einige noch kurz aufgelistet....

Raid 7: "Asynchrones Raid-Array mit Cachesystem"

Gleicht vom Ansatz eher dem Design eines Betriebssystems und nicht einer Plattenarchitektur.... :-)

Raid 53: "Raid 3 mit Striping Layer"

Unter Umständen die richtige Wahl bei kleinen Transfermengen (einzelne Blöcke)?

 

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